Herzlich willkommen!

Foto: Priska Ketterer
Foto: Priska Ketterer

Ob epische Chöre, dramatische Kriegsgesänge, zärtliche Wiegenlieder oder wunderbare Choräle, der 21st Century Chorus verzaubert Sie in der unglaublichen Vielfalt der Filmmusik. Jedes Jahr entführen wir Sie mit fantastischen Konzertprogrammen in die facettenreiche, mitreissende und traumhafte Welt der Filmmusik.

Auf unserer Homepage erfahren Sie alles zu unseren nächsten Konzerten. Hier stellen wir uns Ihnen vor und hoffen, Sie alsbald auf eine musikalische Reise in die Welt der Filmmusik mitnehmen zu können. Tauchen Sie mit uns ein in die mal tosenden, mal zärtlich umspülenden Wogen der vierten Kinodimension – die Filmmusik.

Der 21st Century Chorus vor der Alten Oper Frankfurt im Februar 2016 (Bearb.: André Schmid)
Der 21st Century Chorus vor der Alten Oper Frankfurt im Februar 2016 (Bearb.: André Schmid)

Konzerthinweise

Faust-Szenen

von Robert Schumann. Ein installatives Oratorium zwischen Bühne und Kirche.

 

Mitglieder des 21st Century Chorus verstärken vom 24. März bis 17. Mai 2018 bei diesem Projekt den zentralschweizer Projektchor. Mehr Infos zu den Spieldaten und den Ticketverkauf finden Sie hier.

 

Zum Stück:

Ein Rastloser, ein Ewig-Suchender, ein «Unbehauster ohne Zweck und Ruh» – das ist Faust. Obdachlos sowohl in emotionaler als auch ideeller Hinsicht, lädt Faust gleich mehrfach Schuld auf sich: Einerseits, indem er Gretchen verrät und sie in den Wahnsinn treibt, andererseits, indem er als Kriegsherr Menschen tötet und als frühkapitalistischer Unternehmer nach Besitz giert. Der nach Erkenntnis suchende Wissenschaftler mutiert zum egoistischen, mephistophelischen Subjekt: Fausts Suche nach dem, «was die Welt im Innersten zusammenhält», gerät zum Zerfallsprozess – seiner selbst und des ihn umgebenden Kosmos'. Dabei sehnt er sich letztlich nach nichts als Ganzheit und Erlösung, Erlösung durch Gretchens Liebe.

Auch Robert Schumann suchte die Erlösung – als er sich an die Vertonung von Goethes Faust-Stoff machte, warf seine Geisteskrankheit bereits bedrohliche Schatten auf seine Seele. Gänzlich unchronologisch komponierte er zunächst das Finale, Fausts apotheotische Himmelfahrt – so, als hoffte er darauf, mit dieser fulminanten Auferstehungsperspektive seine inneren Ängste zum Schweigen zu bringen. Innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren, von 1844 bis 1853, folgten zwei weitere, der Apotheose vorangestellte Teile: Fausts Betrug an Gretchen sowie Fausts Drift in den Größenwahn. Entstanden ist ein Werk, das zwischen Oper und Oratorium changiert, das Szenen aus Faust I und Faust II narrativ verbindet und dennoch fragmentarisch bleibt, ein Werk, das Ganzheit suggerieren will, seine Risse aber nicht verheimlichen kann. Eben so, wie auch Schumann sich keine Heilung schenken konnte: Kurz nach Fertigstellung der Partitur beging er einen Suizidversuch und wurde in die Psychiatrie eingeliefert, wo er bald darauf starb. Die Faust-Szenen gerieten zu seinem Requiem.

Nur selten ist diese berührende Partitur in szenischer Umsetzung zu erleben: Benedikt von Peter vollzieht in seiner Regie die Faustsche Suche nach Erlösung auch räumlich nach, liefert ein Stationendrama, das den Kreuzweg eines Schuldigen, die Odyssee eines Liebenden und die Ich-Flucht eines Individuums gleichermassen reflektiert. Ein Mäandern zwischen den Welten: Beginnend im Theatersaal, im schwarzen Abgrund des Seelenraums, wo Faust mit seinem Schuld-Konflikt hadert, erleben wir in einem Transfer-Stop an der «Box» auf dem Theaterplatz, wie Faust sich zum grössenwahnsinnigen, politisierenden Agitator entwickelt. Und im dritten Teil strandet er, gemeinsam mit uns, in der Jesuitenkirche – auf der Suche nach Erlösung wohnt er seinem eigenen Requiem bei.

 

Jeweils 45 Minuten vor dem Vorstellungsbeginn gibt es eine Einführung.

Amadeus - live

Ein weiteres Mal wird der 21st Century Chorus zusammen mit dem 21st Century Symphony Orchestra unter der Leitung von Ludwig Wicki ins Ausland eingeladen.

 

Am 26. und 27. Mai 2018 wird im Congress Innsbruck "Amadeus - live" aufgeführt. Parallel zum gezeigten Film wird die fantastische Musik von Mozart live gespielt und gesungen.

 

Tickets gibt es unter:

www.oeticket.com

 

Weitere Informationen zum Projekt:

www.amadeus-live.com

Jubiläums-Zugabe "Arabian Nights" im Juni 2017 (Foto: Priska Ketterer)
Jubiläums-Zugabe "Arabian Nights" im Juni 2017 (Foto: Priska Ketterer)

Konzerte

Faust-Szenen

SA, 24.03.18 bis

Do, 17.05.18

Luzerner Theater

Infos und Tickets

 

Amadeus - live

26. & 27.5.2018

Congress Innsbruck

Tickets

 

 

«Der mit Laien besetzte Chor zeigt eine hochstehende Leistung. (...) Wie natürlich schwebt der Chorklang durch das grosse Kuppelrund, fügt sich zu den sich her- und wegbewegenden Planeten, formt ein sinnliches Konzerterlebnis. Vor allem die leisen Stellen sind exquisit, die Register hervorragend austariert.»

- NLZ, 18. Dezmber 2017, zu «Planetarium in Concert»

«Und die auf die Romantik vorausweisende Moll-Mystik und -Dramatik aus der «c-Moll-Messe», «Don Giovanni» oder dem «Requiem» profitierte ohnehin von der Klangkraft des vorzüglichen 21st-Chors wie des kompakt und äusserst agil spielenden Orchesters.»

- NLZ, 7. März 2016, zu «Amadeus»

«Vor allem im witzigen «Double Trouble» (Harry Potter) und in der Zugabe «Somewhere in my memory» (Home Alone) brilliert der Vokalkörper mit Leichtigkeit und Agilität.»

- ZaS, 4. November 2012, zu «Homage to John Williams»

«Der Chor ist ein wichtiger Farbgeber, unheimlicher Schöpfer des Drohenden, kompakt und geschlossen in Interpretation und Artikulation. Es ist eine in allen Belangen starke Aufführung, lebendig im Detail und gross im Bogen.»

- NLZ, 26. Mai 2014, zu «Star Trek Into Darkness» - Live to Projection

«Auch der Chor hat grosse Momente, so zum Beispiel im Abspann zum Monsterstreifen «Cloverfield» – einem fast schon experimentellen Kunstwerk, das ansonsten keine Filmmusik enthält! Der brutale Marsch, eine rohe Maschine, wird durch die sphärischen Gesangslinien kontrastiert, ja ausgehebelt

- ZaS, 4. März 2012, zu «The Music of Michael Giacchino»